Samstag, 1. März 2008
Konstitutive Definition
„In der Islamischen Republik Iran steht während der Abwesenheit des entrückten 12. Imam - möge Gott, daß er baldigst komme - Führungsauftrag und Führungsbefugnis in den Angelegenheiten der islamischen Gemeinschaft dem gerechten, gottesfürchtigen, über die Erfordernisse der Zeit informierten, tapferen, zur Führung befähigten Rechtsgelehrten zu“ (Verfassung Irans, 1979)

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Die Revolution konstituiert sich
Das Ausmaß der Zustimmung in der Bevölkerung zeigte sich bei dem Referendum vom 31. März 1979, bei dem sich 98,2 % der Menschen für die Konstitution der Islamisches Republik und deren Fixierung in der Präambel der neuen Verfassung aussprachen.

Das Wesen der neuen Konstitution hatte Imam Khomeini bereits im französischen Exil ausgearbeitet. Aus der Monarchie wurde eine konstitutionelle Theokratie - Grundlage der Judikative wurde das Islamische Recht (Sharia). Höchste Instanz des gesamten weltlichen und geistlichen Lebens wurde demgemäß der Rahbar (ی فقیه‎), also der oberste Rechtsgelehrte und Führer der islamischen Revolution, dessen Amt Khomeini selbst begleitete. Die unmittelbar nach der Revolution einberufene "Expertenversammlung" hatte sich zum Ziel gesetzt, den Verfassungsentwurf zu prüfen und um demokratische Elemente zu erweitern, die allerdings der Macht der geistlichen Führung untergeordnet wurden.

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